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Am nächsten Morgen brechen wir zu einem ausgedehnten Spaziergang am Strand auf. Beim Queren einer Flussmündung heisst es dann Schuhe und Socken ausziehen und durchs Wasser waten.

Auf der gegenüberliegenden Seite erheben sich im Dunst die Hügelketten von Marokko. So nahe waren wir dem Afrikanischen Kontinent schon lange nicht mehr. Unser Telekomanbieter heisst uns sogar schon in Marokko willkommen.

Vorbei an einer riesigen Düne und einem kleinen Lokal mit Brot gelangen zurück zum Camping.

Schon von Weiten sehen wir das Womo mit SZ-Kennzeichen. Dann kommt es zu einem herzlichen Wiedersehen. Auf den Tag genau vor 5 Monaten haben wir Sibylle und Hermann mit Hündin Shell am Nordkap kennengelernt und jetzt treffen wir uns wieder am südlichsten Punkt von Europa! Einfach toll!

Nachdem sie sich auf ihrem Platz installiert haben, kommen sie zu einem Apéro zu uns. Wir stossen darauf an, dass es mit dem Wiedersehen geklappt hat und dass wir auf eine unfallfreie Zeit zurückschauen können. Unsere Nachbarn aus Berlin gesellen sich auch noch dazu und wir geniessen die gemütliche Runde. Es gibt ganz viel zu erzählen.

Am Abend essen wir zusammen in einem nahen Lokal Pizzas und andere leckere Gerichte.

In kurzen Hosen und T-Shirt starten wir zu einer gemeinsamen Wanderung am 1. Advent. Eigentlich wollten wir auf einen Hügel steigen, auf dem unzählige Windräder stehen. Doch der Weg ist durch ein Tor abgesperrt, kein Durchkommen!

Die Alternative ist schnell gefunden. Wir wandern durch einen Nationalpark und freuen uns über die Sichtung von Adlern. Ein Restaurant auf der Route ist leider geschlossen und wir werden lediglich von einem grossen, jedoch friedlichen Schäferhund begrüsst.

So geht es ohne Speis und Trank auf den Rückweg. Unterwegs treffen wir auf einen VW-Bus, der in einen Graben gelenkt wurde und nun die sonst schon schmale Strasse versperrt. Mit vereinten Kräften schaffen wir es, die Fahrerin und ihr Fahrzeug aus der misslichen Lage zu befreien.

Am Strand ziehen wir wieder die Schuhe aus und lassen das Meerwasser über unsere Füsse rauschen. Shell tobt ganz ausgelassen im Meer.

Nach rund 13 km sind wir zurück auf dem Camping; dann ist der Durst gross und ein Bier im Restaurant willkommen.

Bis ins Zentrum von Tarifa sind es nur ca. 11 km. Mit den Rädern fahren gleich zum «Punta de Tarifa» und damit dem südlichsten Punkt auf dem europäischen Festland. Ein tolles Gefühl.

Bis ganz vorne zum Leuchtturm können wir nicht fahren, denn dort ist militärisches Sperrgebiet.

In der Nähe des Hafens geniessen wir einen Kaffee, bevor wir dann auf eine kleine Anhöhe steigen um die Stadt von oben zu betrachten. Auf einer gepflegten Terrasse in der Nähe der «Plaza de la Ranita» kommen wir mit einem Paar aus Neuseeland ins Gespräch. Sie sind ebenfalls mit den Rädern unterwegs und wohnen auf demselben Campingplatz. Wenn es die Gelegenheit ergibt, wollen wir uns nochmals für einen Austausch treffen.

Wir drehen noch ein paar Runden durch die verwinkelten Gassen der Altstadt. Irgendwie mutet es komisch an, wenn bei über 20 Grad und fast wolkenlosem Himmel schon überall die Weihnachtsbeleuchtung hängt. Doch genau das haben wir uns ja gewünscht.

Unterwegs machen wir noch einen kurzen Stopp bei einem Eisenwarenhändler, denn uns fehlen noch ein paar spitzige Heringe. Der Laden ist wiederum ein Erlebnis für sich; enge Gänge zwischen hohen Gestellen, die nur so mit Ware überfüllt sind. Mit unserem handgestrickten Spanisch erklären wir dem Händler unser Anliegen und tatsächlich holt er aus einer seiner tausend Schubladen das Gewünschte, nur leider nicht die spitzige, kurze Variante. Wir lehnen dankend ab. Dann kommt er nochmals aus dem Laden gesprungen und zeigt uns eine Art spitziger Nagel; eine tolle Geste, doch leider hilft uns dieses Teil auch nicht weiter. Aber nochmals «muchas grazias, señor»!

Am Nachmittag sind wir dann bei Sibylle, Hermann und Shell zum Apéro und anschliessend sogar noch zum Risotto-Schmaus eingeladen. So haben wir wieder Gelegenheit viel Informationen und Erlebtes austauschen. Herzlichen Dank den drei «Hai’s» für die Gastfreundschaft.

Dann ist mal wieder Zeit für einen «Ruhetag». Zwar wird das «akrumobile» einer Innenreinigung unterzogen, doch dann geniessen wir die Sonne und lesen in unseren Büchern.

Am Abend ist dann ein Abschiedsessen mit Sibylle und Hermann angesagt. Während die beiden mit zwei andern Paaren nach Nordafrika reisen, werden wir in Spanien «überwintern». Auf jeden Fall wollen wir mit den beiden in Kontakt bleiben und wer weiss, vielleicht gibt es irgendwann, irgendwo ein weiteres Wiedersehen. Uns würde das sehr freuen!

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Nachdem wir das Fahrzeug auch aussen gereinigt haben, schauen wir nochmals kurz bei den «Hai’s» vorbei. Dann geht’s für uns wieder los. Wir fahren nochmals zurück entlang der «Costa de la Luz». Die Stadt Cádiz haben wir quasi links bzw. rechts liegen lassen.

Unterwegs füllen wir noch Diesel und Gas auf und kaufen Lebensmittel ein.

Der Campingplatz «Dunas de San Anton» liegt in El Puerto de Santa Maria. Hier fliesst der Río Guadalete in die Bucht vor Cádiz.

Glücklicherweise sind gleich beide Waschmaschinen und Trockner frei und so können wir all unsere Wäsche reinigen.

Heute haben mal wieder richtig viel erledigt. Umso mehr geniessen wir dann einen herrlichen Sonnenuntergang am Strand «La Puntilla.

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Die Nacht war ruhig, einzig der Ruf eines Käuzchens war mal kurz zu hören.

Nach einem gemütlichen Frühstück schwingen wir uns auf die Räder und fahren zur nahen Fährstelle. Dann geht’s mit einem Katamaran durch die Bucht von Cádiz in die Stadt. Wir sind tatsächlich die einzigen Gäste an Board und kommen so in den Genuss einer «Privatfahrt».

Dank des Feiertages zu Ehren des St. Nikolaus haben viele Einheimische frei und geniessen wie wir das tolle, warme Wetter.

Cádiz wurde einer Legende nach von Herakles gegründet und gilt als eine der ältesten Städte in Westeuropa. Während der Hochblüte der Seefahrt war hier der wichtigste Hafen von Spanien.

Wir umrunden die Landzunge und treffen immer wieder auf Sehenswürdigkeiten wie die alte Stadtmauer mit ihren Aussichtspunkten und der «Parque Genovés» mit uralten Bäumen.

Das «Castillo de Santa Catalina» kann frei besichtigt werden. Das alte Gemäuer wurde renoviert und strömt dennoch etwas Mystisches aus. Unweit des Strandes «Playa de La Caleta» gönnen wir uns einen feinen Latte Macchiato mit Meerblick.

Zusammen mit vielen andern Ausflüglern geht’ dann über einen schmalen Damm zum «Castillo de San Sebastiàn». Das Gebäude und der Leuchtturm können wegen Renovationsarbeiten nicht besichtigt werden, doch die Aussicht ist herrlich.

Und um die nächste Ecke wartet schon die nächste «Schönheit» auf: die «Catedral de la Santa Cruz de Cádiz» aus dem 18. Jahrhundert. Gleich daneben steht die «Iglesia de Santa Cruz» mit Grundmauern aus dem 13. Jahrhundert.

Dann tauchen wir in die engen Gassen der Altstadt ein. Hier müssen wir die Fahrräder schieben, denn trotz Feiertag sind die Läden geöffnet und ziehen unzählige Besucher an. Zeitweise gibt es kaum ein Durchkommen.

Mit der Nachmittagsfähre lassen wir uns zurück nach El Puerto de Santa Maria schippern.

Bei angenehmen Temperaturen geniessen wir ein kühles Bier und machen dann noch einen Abstecher zur Toros-Arena im Zentrum des Ortes.

Am Abend schmeissen wir den Grill an und telefonieren später noch in die Schweiz.

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Nach dem wir unsere sieben Sachen zusammengepackt und die Rechnung bezahlt haben, verlassen wir «El Puerto» in Richtung Córdoba.

Zu Beginn ist die Landschaft in dicken Nebel gehüllt und die Sichtweite sehr eingeschränkt. Doch mit jedem Höhenmeter, den wir gewinnen, kann sich die Sonne mehr durchsetzen.

Die Fahrt führt durch Landwirtschaftsgebiet mit riesigen Feldern und ganzen Hügelzügen voll mit Olivenbäumen. Nebst sehr alten Bäumen stehen auch hier frisch eingesetzte Pflanzen, Monokultur pur!

Nach 232 km erreichen wir ohne Stau den «Camping Municipal El Brillante» in Córdoba. Der Platz ist sehr gut gelegen und verlangt einen entsprechend hohen Preis (EUR 32.50 pro Nacht mit Strom). Die Parzelle ist zwar sonnig, doch das Servicehaus lässt zu wünschen übrig. Deshalb übernachten wir nur zwei Mal hier.

Andy macht uns einen sehr feinen Risotto und dazu stossen wir mit einem Ribera del Duero an.

Am Himmel leuchtet noch der Morgenstern und auf dem Platz ist es noch ganz still, als wir kurz vor Sieben aus den Federn hüpfen.

Noch vor Sonnenaufgang (momentan um ca. 08:18 Uhr) machen wir uns zu Fuss auf den Weg in Altstadt. Auf den Strassen herrscht noch die morgendliche Ruhe eines Feiertages (8. Dezember / Mariä Empfängnis) und aus einer Bäckerei weht uns der Duft von frischem Brot um die Nase.

Der frühe Aufbruch lohnt sich. Zwar treffen wir vor der «Puerta del Perdón» schon einige Wartende, doch wir gehören zu den ersten, die in die «Mezquita-Catedral de Córdoba» eintreten. Vor 10:00 Uhr haben Gruppen keinen Zutritt und so ist der Besuch angenehm.

Das Bauwerk ist sowohl Moschee als auch eine gotische Kirche. Die Geschichte ist lang, sehr lang und die Details hier niederzuschreiben, würde den Rahmen sprengen. Wir tauchen ein in dieses einmalige architektonische Mischwesen und kommen nicht mehr aus dem Staunen heraus. Die Bilder geben einen Einblick in das UNESCO-Weltkulturerbe.

Während das Innere in gedämpftem Licht gehalten ist, scheint draussen in der Zwischenzeit die Sonne und lässt den mächtigen «Torre del Alminar» erstrahlen. Im «Patio de los Naranjos» tragen die Schatten spendenden Organgenbäume reichlich Früchte.

Dann geht’s weiter durch einen Torbogen auf die «Puente Romana». Die Römische Brücke über den Fluss Guadalquivir hat 16 Bögen und gehörte einst zur Via Augusta.

Als wir zum «Alcázar de los Reyes Cristianos» (Palast der christlichen Könige) kommen, warten auch schon wir einige Besucher vor dem Eingang. Doch auch hier lohnt sich das kurze Anstehen und er Eintrittspreis.

Zuerst steigen wir über eine enge Treppe mit Gegenverkehr auf einen Turm. Hier öffnet sich ein Blick auf die umliegenden Quartiere und vor allem den Garten.

In den alten Gemäuern des Palastes sind Mosaike und ein Sarkophag aus Marmor zu bestaunen.

Im Garten plätschert es an allen Ecken und Enden. Akkurat geschnittene Sträucher, Palmen, Rosen und wiederum unzählige Orangenbäume säumen die Wege. Eine noch ruhige Oase mitten in der Stadt; als wir die Anlage wieder verlassen, treffen wir auf eine schier endlose Warteschlange vor der Eingangspforte. Da hatten wir mal wieder Glück!

Wie andere spanische Städte wartet auch Córdoba mit vielen, engen Gassen und unzähligen Lokalen auf. Doch bevor wir für einen kleinen Lunch einkehren, besuchen wir die Synagoge in der Calle de los Judios. Am Eingang werden wir nach der Nationalität gefragt; als Schweizer dürfen wir ohne Weiteres eintreten. So können wir an einem Tag eine Moschee, diverse Kirchen und eine Synagoge besuchen und dies in aller Friedlichkeit.

Nach einem Abstecher zum Weihnachtsmarkt auf der «Plaza de las Flores» kehren wir mit ganz vielen Eindrücken und Fotos auf den Campingplatz zurück und geniessen das herrliche Wetter.

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Nach dem Abstecher ins Landesinnere fahren wir wieder Richtung Süden. Am Sonntagmorgen kommen wir ohne Stau aus der Stadt und auch unterwegs hält sich der Verkehr in Grenzen.

Die Landschaft wird zunehmend hügeliger und wiederum blicken wir auf unzählige Kulturen mit Olivenbäumen. Dann plötzlich leuchtet im Display des Autos die Meldung auf «Motor kontrollieren lassen» auf, gleichzeitig fällt der Tempomat aus und die Motorenleistung wird schwächer. Was ist da los? Nun bis zu unserem heutigen Ziel schaffen wir es. Doch heute Sonntag werden wir wohl kaum Hilfe bekommen.

Der «Camping El Sur» liegt etwas ausserhalb von Ronda auf rund 770 m.ü.M. Beim Einchecken offeriert uns die Angestellte sofort einen Preis für drei Nächte. Wir wollen und müssen uns noch nicht festlegen, zuerst möchten wir mal richtig ankommen, uns einrichten und die Abklärungen betreffend dem Fahrzeug treffen.

Wir lassen uns auf einer sonnigen Parzelle nieder. Rund um uns sind die spanischen Gäste im Aufbruch. Sie haben hier ein langes Wochenende genossen und am Montag heisst es für meisten von ihnen wohl wieder zur Arbeit oder in die Schule gehen.

Auch am zweiten Tag in Ronda scheint die Sonne von einem wolkenlosen Himmel. Wir fahren mit den Rädern quer durchs Zentrum bis zur Peugeot-Garage. Wir haben einerseits im Internet recherchiert und anderseits auch mit der Hotline von Peugeot Kontakt aufgenommen. Dort hat man uns erklärt, dass wir solange das Auto noch fahrtüchtig ist, selber eine Garage aufsuchen müssen.

Die Angestellte in der Garage ist sehr freundlich und hilfsbereit. Allerdings bekommen wir erst für Mittwoch einen Termin beim Mechaniker. Uns bleibt nichts anderes übrig, denn wir wollen kein Risiko eingehen.

Wir lassen uns den Tag nicht verderben und nutzen die Zeit für die Erkundung von Ronda und Umgebung. Die Stadt liegt spektakulär auf einem Felsplateau. Rund 150 Meter geht’s an manchen Stellen in die Tiefe.

Zudem sind die Altstadt und der Stadtteil «El Mercadillo» durch eine 100 Meter tiefe Schlucht getrennt. Wir überqueren den Graben, «El Tajo» genannt, über die historische «Puente Nuevo».

Nebst vielen Grünanlagen (u.a. mit der spanischen Tanne / Abies pinsapo) steht auch hier eine sehr schöne «Plaza de Toros» (Stierkampfarena).

Mit unseren Velos erkunden wir die teilweise engen Gassen mit den typischen weissen Häusern, die Kirchen «Santa Maria la Mayor» und «Iglesia del Espíritu Santo».

Am Nachmittag ist dann die Inspektion und Reinigung des Womo-Dachs angesagt. Danach haben wir Hunger und kochen uns was Feines.

Heute Morgen liegt tatsächlich ein Nebelmeer zu unseren Füssen. Zum Glück ist unser Platz hoch genug, so dass die Sonne bald in unser «akrumobile» scheint.

Am «International Mountain Day» schnallen wir zwar unsere Wanderschuhe an, aber zu Gipfelstürmer werden wir nicht. Viel mehr folgen wir einem schönen, ruhigen Pfad mitten durch Olivenbäume. Immer wieder öffnen sich herrliche Blicke auf die Stadt Ronda, die Ebene und die umliegenden Berge.

Die «Ermita de la Virgen de la Cabeza» liegt am Ende eines schmalen Landrückens, den wir über einen steilen und teilweise verschütteten Weg erreichen. Die Einsiedelei schmiegt sich an die schroffen Felswände, ein Teil der ehemaligen Wohnräume sind sogar in den Felsen hinein gebaut worden. Leider ist das Gittertor mit einer massiven Kette und einem Schloss abgesperrt.

Dann suchen wir uns einen Weg, um in die Ebene hinunter zu gelangen. Dabei müssen wir uns vor Hunden in Acht nehmen, die die entlegenen Anwesen bewachen. Unterwegs treffen wir auf Bauern, die mit lauten Maschinen die Oliven von den Bäumen schütteln.

Nach einer kurzen Rast mit Proviant steigen wir dann Richtung Ronda hoch. Es gilt nun die eindrücklichen Felswände hoch zu kommen, die wir Tags zu vor von oben bestaunt haben. Über einen schmalen und steilen Pfad gelangen wir zur «Plaza Maria Auxiliadoria» und ein paar Gassen weiter sind wir bei der schon bekannten «Santa Maria la Mayor». Auf dem Platz neben der Kirche serviert man uns ein erfrischendes Getränk.

Langsam ziehen Wolken auf und so machen wir uns auf den Heimweg. In der «Calle San Francisco de Asís» reihen sich zweistöckige Wohnhäuser ohne Unterbruch aneinander. In einigen befinden sich ganz kleine Läden mit einer erstaunlichen Auswahl und gemütliche Lokale. Sie sind in keinem Verzeichnis und auf keiner Karte zu finden, diese «Schätze» gilt es persönlich zu entdecken.

Am Mittwoch stehen wir früh auf, so dass wir wie verabredet Punkt neun Uhr vor der Peugeot-Vertretung sind. Zu unserer grossen Freude sind auch die Angestellten bereit und nach einigen administrativen Belangen, wird unser «akrumobile» in die Werkstatt gefahren. Hier soll nun die Ursache der Meldung gesucht werden und das könne dauern, meint der Mechaniker.

Wir nutzen die Zeit um durch die Einkaufsstrassen von Ronda zu schlendern. Die Auslagen sind natürlich voll auf die Festtage ausgelegt. Überall hangen die bekannten Schinken und wir fragen uns, wie viele arme Schweine wohl das Leben lassen mussten ...

Eigentlich wollte uns die Garagenmitarbeiterin anrufen, sobald Erkenntnisse der Analyse vorliegen. Nach drei Stunden gehen wir zurück und fragen mal nach. Das Verdikt ist, dass ein Motorteil angebrochen ist! Und das Ersatzteil muss von Madrid hier her gesandt werden. Im besten Fall kommt das gute Stück am Freitag.

Also bleibt uns nichts anderes übrig, als hier zu bleiben. Zum Glück können wir noch auf den Campingplatz fahren und uns dort wieder installieren. Nun heisst es wiederum auf den Anruf der Garage warten!

Der Donnerstag ist ein Tag zum Ausschlafen, gemütlich Brunchen und Lesen. Das Wetter ist garstig mit Wind, Regen und deutlich tieferen Temperaturen. Doch schon für die nächsten Tage sind die Aussichten wieder besser.

Auch am Freitag sind wir wieder rechtzeitig auf und machen das Fahrzeug startklar. Wir warten sehnlichst auf den Anruf der Garage. Doch das Mobile-Phone bleibt stumm. Kurz vor elf Uhr werden wir dann selber aktiv und lassen über die Rezeption abklären, ob das Teil eingetroffen ist. Und tatsächlich soll das Paket eben geliefert worden sein!

Sofort bringen wir das «akrumobile» in die Garage, wo der Mechaniker bereits auf uns wartet. Ungefähr zwei Stunden soll die «Operation» dauern, also genügend Zeit um nochmals durch die Stadt zu schlendern und Kaffee mit Süssigkeiten zu geniessen.

Dann klingelt das Telefon und wir erfahren, dass das Womo wieder flott ist. Unsere Freude und Erleichterung ist gross, zumal uns das ganze keinen Cent kostet; es läuft alles noch unter Garantie. Für die «Kaffeekasse» der Garage geben wir natürlich gerne ein Trinkgeld.

Nun sind wir wieder mobile und können die Weiterreise planen.

 

Unsere Route vom 1. - 14. Dezember 2018

Distanz Tarifa - Ronda: 573 km (total 21'665 km)

Mit dem Bike unterwegs: 52 km (total 2'420 km)

 

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