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«Jede schwierige Situation,

die Du jetzt meisterst,

bleibt Dir in der Zukunft erspart.»

(Dalai Lama)

Nur knapp 6 anstatt den geplanten 12 Monate hat unser Aufenthalt in Australien gedauert. Seit 4. April 2020 sind wir wieder in der Schweiz, weil der Corona-Virus derzeit die Welt beherrscht.

Der Entscheid unsere Traumreise abzubrechen, ist uns nicht leichtgefallen. Doch die australischen Behörden haben immer deutlicher signalisiert, dass sie keine Touristen mehr im Land wollen.

Zuerst wurden die Grenzen zwischen einzelnen Bundesstaaten geschlossen. Dann kam das Verbot zwischen den verschiedenen Distrikten zu reisen. Auf das Dichtmachen von Geschäften, Restaurants und Pubs folgte die sukzessive Schliessung von Campingplätzen, Nationalparks und Sehenswürdigkeiten. Wie lange die Einschränkungen gelten, weiss natürlich niemand.

Die Entscheide der Regierung kamen immer sehr kurzfristig, so dass sowohl Einheimischen wie Reisenden kaum Zeit blieb sich zu organisieren. Noch im Januar haben die Behörden das work-and-travel-Visum angepasst und junge Arbeitskräfte für die Bewältigung der Feuerschäden ins Land geholt. Diese stehen jetzt ohne Job und ohne Geld da und müssen befürchten, dass ihnen das Visum wieder entzogen wird. Auf der andern Seite wurden nachweislich ohne Kontrolle infizierte Passagiere von Bord von Kreuzfahrtschiffen gelassen!

Als wir in Broome erfahren haben, dass das Reisen kaum mehr möglich sein wird, haben wir begonnen unsere Rückreise zu organisieren. Wir haben teure Flugtickets gekauft, eine Wohnung für die erste Zeit in der Schweiz gesucht, Kontakte für den Verkauf des Wohnmobils aktiviert und den Campingplatz für die letzten Tage in Perth gebucht.

In drei Tagen sind wir die rund 2'200 km von Broome nach Perth gefahren und sind unterwegs bereits auf geschlossene Campingplätze gestossen. Es folgten drei intensive und emotionelle Tage in Perth bevor wir dann am 3. April unser Fahrzeug verkaufen und die Heimreise antreten konnten.

Nun sind wir hier, in einem Land, wo die Corona-Fälle und damit die Ansteckungsgefahr ein Vielfaches höher ist. Wir sind (ohne Hilfe von EDA, Botschaft, etc.) zurückgekehrt, weil es hoffentlich das Vernünftigste ist ...

Wir melden uns wieder, wenn wir wissen, wie es weitergeht.

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